Burnout Prävention

Burn-Out ist mittlerweile eine Diagnose, die alle Gesellschaftsschichten trifft.


Die Ursache von Burn-Out ist vielschichtig. Einige Faktoren sind berufliche und private Überlastung, körperliche Mangelerscheinung, Stressoren aller Art usw.

Gemeinsam

  • finden wir die Gründe für Ihre Erschöpfung.
  • entlarven wir die Stressoren.
  • beachten wir, was dem Körper fehlt.
  • beleuchten wir den Lebensstil und
  • erarbeiten wir eine nachhaltige Strategie mit praktischen Umsetzungsmöglichkeiten.


Burnout ist kein Einzelschicksal und kein Zeichen für Schwäche 

Bei Burnout handelt es sich um eine körperliche, emotionale und geistige Erschöpfung. Meist sind die Ursachen die zu hohen Anforderungen im Beruf, in der Familie, in besonders fordernden Lebensphasen wie Pflege von Angehörigen, Karriereleiter, unfreiwillige Veränderungsprozesse usw. Die Belastung wird zur Überbelastung. Burnout ist in der Regel ein schleichender, lang andauernder Prozess. Betroffene merken erst nach Monaten oder Jahren, dass sie regelrecht ausgebrannt sind. Burnout ist kein Einzelschicksal. Es kann Menschen in allen Berufs- und Altersgruppen treffen. Etwa 10 % der Erwerbsbevölkerung in Österreich sind Burnout Betroffene. Etwa 16 % gelten als akut gefährdet.

Signale, die Sie wahrnehmen sollten:

  • Sind Sie engagiert und gewissenhaft? 

  • Das Wohl des Unternehmens, der Familie liegt Ihnen am Herzen? 

  • Wie viel Zeit bleibt Ihnen für sich, Ihre Partnerschaft, die Familie? 

  • Welche Antwort können geben auf die Frage „Wie geht es Ihnen?“ 

  • Achten Sie auf die Signale: Sie sind müde und erschöpft? 

  • Wochenenden oder Urlaube bringen nicht mehr die erhoffte Erholung?

  • Schlafprobleme treten auf, sie sind häufig krank, fühlen sich schwach und ausgelaugt? 

  • Sie schaffen das tägliche Arbeitspensum nicht mehr, wollen aber nicht darüber reden, nicht unangenehm auffallen?

  • Die Müdigkeit wird auch tagsüber immer stärker spürbar?

  • Körperliche Beschwerden nehmen zu? 

  • Ein Besuch beim Arzt? Nein, ich schaffe das schon! 

  • Nehmen Sie diese Signale ernst! 

  • Suchen Sie Hilfe beim Arzt Ihres Vertrauens oder bei einer Beratungseinrichtung! 

  • Scheuen Sie sich nicht, Hilfe anzunehmen, wenn Sie das Gefühl haben, es geht nicht mehr!



Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen. Burnout ist keine Erkrankung der Schwachen, wie es oft vermittelt wird.

Burnout Symptome Anzeichen

Stadium 1: Der Zwang, sich beweisen zu müssen: Im Beruf spüren Sie ein starkes Engagement. Sie arbeiten viel und gerne, eigene Grenzen werden in diesem Stadium oft übersehen bzw. verschoben. Betroffen sind vor allem jene, die neu in einen Beruf einsteigen.

Stadium 2: Verstärkter Einsatz: Sie wollen alle Aufgaben selbst erledigen, andere einzuteilen kommt nicht in Frage. Möglicherweise weil niemand Ihren Ansprüchen genügt. Oder Sie haben einen Job, wo in Ihrer Abwesenheit niemand Ihre Aufgaben übernimmt, somit bleibt die Arbeit an Ihnen hängen.

Stadium 3: Eigene Bedürfnisse werden vernachlässigt: Sie fühlen sich wohl, werden anerkannt und sind erfolgreich. Freunde und Familie werden vernachlässigt, Termine abgesagt, die Arbeit scheint wichtiger zu sein. Auch eigene sportliche oder andere Aktivitäten finden nicht mehr statt. Sie schlafen weniger, die Ernährung ist ungesund und unregelmäßig, Pausen werden „eingespart“.

Stadium 4: Konflikte werden verdrängt: Sie vergessen Termine oder haben „doppelt gebucht“. Sie gelten als zunehmend unzuverlässig und unpünktlich. Konflikten gehen Sie aus dem Weg, um sich damit nicht auseinandersetzen zu müssen.

Stadium 5: Werte verlieren ihre Bedeutung: Dinge oder Tätigkeiten, die für Sie immer sehr wichtig waren, verlieren ihren Wert. Die Arbeit drängt alles in den Hintergrund. Auch Beziehungsprobleme sind in diesem Stadium häufig.

Stadium 6: Probleme werden geleugnet: Sie spüren, dass Ihr Leistungsvermögen deutlich einbricht. Körperliche Beschwerden nehmen zu. Soziale Kontakte werden vernachlässigt, da Sie Ihnen zu anstrengend erscheinen.

Stadium 7: Der Rückzug beginnt: Kritik nehmen Sie nur schwer an, immer wieder treten Phasen von tiefer Hoffnungslosigkeit auf. Sie sind am liebsten allein und ziehen sich zurück.

Stadium 8: Das Verhalten verändert sich: Ihr Verhalten beginnt sich mehr und mehr zu verändern. Auf Kollegen wirken Sie oft „abwesend“. Aufmerksamkeiten und Bemühungen Ihrer beruflichen, und privaten Umgebung werden oft als Angriff interpretiert.

Stadium 9: Depersonalisation: Von Familie und Freunden haben Sie sich teilweise weit entfernt, Sie fühlen sich entwurzelt. Betroffene sprechen in diesem Stadium davon, sich wie ein „Automat“ gefühlt zu haben.

Stadium 10: Innere Leere macht sich breit: Sie haben all Ihren Mut verloren und fühlen sich leer. Ängste und Nöte haben überhandgenommen.

Stadium 11: Depression: Sie werden von einer tiefen Verzweiflung erfasst, fühlen sich total erschöpft, und haben erkannt, dass Sie sich selbst nicht befreien können. In dieser Phase treten auch manchmal Selbstmordgedanken auf.

Stadium 12: Völlige Erschöpfung: In diesem Stadium kommt es zum vollkommenen geistigen, körperlichen und emotionalen Zusammenbruch. 

In den Stadien 9 bis 12 besteht dringender professioneller Handlungsbedarf! 

Die Stadien 1 bis 6 haben viele von uns schon durchlebt. Sie sind Kennzeichen von Müdigkeit und Erschöpfung. Betroffene entwickeln sich hier sehr unterschiedlich weiter, die Phasen können auch unterschiedlich lange anhalten. Analysieren Sie Ihren eingeschlagenen Weg und treffen Sie Vorsorgemaßnahmen! In den Stadien 7 bis 8 berichten viele Betroffene über eine Art „negative Sogwirkung“. Allen Bemühungen zum Trotz wird die Situation immer schlechter. Versuchen Sie auf keinen Fall, diese Situation durchzustehen. Suchen Sie Hilfe bei einem Arzt oder einer Beratungseinrichtung!

Burnout Anzeichen

So entgehen Sie der Burnout-Falle:

Abschließend habe ich für Sie noch einige Tipps zusammengefasst, wie Sie allzu große Stress- und Belastungsfaktoren bei der Arbeit vermeiden.

  • Achten Sie auf Ihre Zielsetzungen: Ambitioniert aber nicht tollkühn! Die Zielvorgabe sollte erreichbar sein, achten Sie auch auf eine ausgewogene Zeitplanung! 

  • Verbessern Sie Arbeitsabläufe: Achten Sie darauf, bei der Arbeit nicht unterbrochen zu werden. 

  • Prüfen Sie Ihr Superengagement: Wo engagieren Sie sich am meisten? Wäre eine bessere Arbeitsverteilung bzw. eine Entlastung möglich? Sprechen Sie das Thema an! 

  • Machen Sie nicht alles allein und ziehen Sie sich nicht zurück: Das gilt sowohl für den Arbeitsplatz als auch für Ihre Hobbys und Aktivitäten in der Freizeit. 

  • Lassen Sie soziale Kontakte nicht schleifen. 

  • Nehmen Sie sich Zeit für Familie und Freunde! Was ist der Grund, wenn Sie einen privaten Termin verschieben? Ist vielleicht die Arbeit sogar ein willkommener Anlass, um ein Treffen abzusagen? 

  • Halten Sie Ihr persönliches Tempo ein Setzen Sie in Ihrem Leben Prioritäten! Jeder Mensch hat ein begrenztes Energiepotenzial. Planen Sie Erholungsphasen ein, gestatten Sie sich Freiräume. Arbeiten Sie nicht in Ihrer Freizeit oder im Urlaub. Halten Sie Pausen bei der Arbeit ein, auch wenn der Druck groß ist. 

  • Setzen Sie bewusst Grenzen: Zeigen Sie Ihre Grenzen höflich, aber bewusst auf! Halten Sie sich auch daran, sonst entsteht der Eindruck, dass Sie noch belastbarer sind. 

  • Dulden Sie Grenzüberschreitungen nicht! 

  • Rituale stärken Sie Rituale geben durch ihre Regelmäßigkeit Ruhe und Kraft. Was macht Sie glücklich, worauf möchten Sie nicht verzichten? Oft sind es einfache Dinge wie ein gemeinsames Frühstück, eine Bergtour mit Freunden oder ein Konzertbesuch. 

  • Überlegen Sie, woraus Sie Kraft tanken, was Ihnen früher Freude bereitet hat, wo Ihre Ressourcen sind!